ACTORACER heißt so, weil die Bewegung aus eigenen Aktoren kommt: Jeder Aktor ist ein angetriebenes Stellglied, das die Plattform in eine Richtung bewegt — und genau die Anzahl unabhängiger Bewegungsrichtungen, die daraus entsteht, nennt der Markt DOF (Degrees of Freedom, also Freiheitsgrade). Ein 3DOF Motion Rig kippt und rollt, ein 6DOF Motion Rig ergänzt Längs-, Seiten- und Hubbewegung. Aktoren sind die Hardware, DOF ist die Beschreibung dessen, was sie leisten.
Eine Motion Platform ist der bewegte Unterbau, das Sim Rig der gesamte Aufbau darauf: Sitz, Lenkung, Pedalerie, Displays. Beim Lenksystem beschreibt Nm Drehmoment die Kraft, die am Lenkrad ankommt; Direct Drive heißt, dass der Motor ohne Riemen oder Getriebe direkt am Lenkrad sitzt und Fahrbahnrückmeldung unverfälscht überträgt.
Entscheidend ist die Latenz — die Zeit zwischen dem Ereignis in der Simulation und der Bewegung im Rig. Passen Bild und Bewegung zeitlich nicht zusammen, entsteht Motion Sickness. Eine korrekt abgestimmte Aktorik reduziert sie, weil der Körper das spürt, was das Auge sieht. Zahlen, Achsen und Messwerte im Detail stehen unter Technik.
In der Praxis wird das an den Titeln sichtbar, die der Markt fährt: iRacing für Ligarennen und Rating, Assetto Corsa und Assetto Corsa Competizione für Straßen- und GT3-Fahrzeuge mit umfangreichen Mods, rFactor 2 für sein Reifenmodell, Le Mans Ultimate für Langstrecke nach WEC-Reglement und Dirt Rally für Schotter, bei dem die Aktorik am deutlichsten arbeitet.