Es klingt paradox: Ausgerechnet Menschen mit Fahrangst profitieren von einem Simulator, der sich bewegt. Der Grund liegt in der Übertragbarkeit. Wer Fahrangst hat, hat sie im echten Auto — mit Beschleunigung, Bremsen, Kurvenkräften. Ein statischer Simulator übt die Situation nur zur Hälfte, und die Betroffenen wissen das. Die Sicherheit, die sie im Simulator gewinnen, hält im echten Auto nicht, weil sich das echte Auto anders anfühlt.
Ein bewegter Simulator, dessen Intensität von 0 an hochgefahren wird, überbrückt diese Lücke Schritt für Schritt. Der Körper lernt die Kräfte kennen, während der Kopf weiß, dass nichts passieren kann. Gleichzeitig verhindert die Bewegung Übelkeit — ein Faktor, der bei ohnehin angespannten Personen besonders ins Gewicht fällt. Warum das so ist, steht unter Übelkeit im Fahrsimulator vermeiden. Für Fahrangst-Kunden ist der Monitor-Aufbau der ruhigere Einstieg; VR kommt, wenn gewünscht, in späteren Einheiten dazu.