Ein Full-Motion-Simulator liefert dem Innenohr die Information, die das Auge bereits hat. Beim Bremsen kippt die Plattform nach vorn, das Innenohr meldet Verzögerung. In der Kurve neigt sie sich zur Seite, das Innenohr meldet Querbeschleunigung. Die drei Quellen stimmen wieder überein, der Konflikt entfällt. Das ist der Grund, warum in Sim-Race-Centern mit ACTORACER-Systemen Gäste 60 bis 90 Minuten am Stück fahren, auch mit VR — eine Dauer, die im statischen VR-Simulator für die meisten Menschen nicht erreichbar ist.
Wichtig ist dabei nicht die Größe der Bewegung, sondern ihre Richtung und ihr Zeitpunkt. Ein Simulator muss keine 1 g Verzögerung erzeugen, um Übelkeit zu verhindern; es reicht, dass die Anfangsbewegung in die richtige Richtung geht und im richtigen Moment kommt. Die Aktoren des ACTORACER sind genau darauf ausgelegt: kurze, präzise Bewegungen mit schnellem Richtungswechsel statt großer Hübe. Die Technik dahinter steht unter Technik der Aktorik.